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Sie berichtete mir voller Stolz, dass sie jetzt bei den Erwachsenen sei und zusätzlich die Jugendfeuerwehr betreue. Die Freude über den Aufstieg hält jedoch nicht lange. Schnell wurde sie zum Gespött, und viele männliche Kollegen machten abfällige Bemerkungen über ihr Gewicht und ihre Größe. Für sie war das anfangs keine leichte Aufgabe durchzuhalten. Sie wiederholt noch mal, wie schön es sei, dass sie eine verantwortungsvolle Aufgabe mit der Jugendfeuerwehr erhalten habe und dass dies für sie noch mal eine enorme Steigerung ihres Selbstbewusstseins sei.
(Bericht von Frau Gold)


 

Danach teilt er mir mit, was er alles „scheiße“ am Dicksein findet. Zum Beispiel, dass er seine Klamotten alle im Internet bestellen muss und nicht im Laden kaufen kann, da es da nicht seine Größe gibt. Er ist neidisch auf seine Freunde, die er im Laden einkleiden und beraten kann. Dann will er die Klamotten auch haben, aber sie gibt es nicht in seiner Größe.(Bericht über Herr Silber)


 

Naja also früher fand ich das schon schlimm, dass ich anders aussah als die anderen. Ich konnte eben nicht die schönen Klamotten tragen wie meine Freunde oder meine zierliche Schwester
(Interview mit Frau Orange)


 

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Es fällt mir immer noch schwer, mich im Spiegel zu sehen wie ich heute bin und nicht wie ich in der Vergangenheit war. Ich weiß zwar, dass ich nicht mehr „fett“ bin, und nicht mehr der Mensch von damals, aber ich kann es trotzdem noch nicht sehen. Vielleicht ist es ein Schutz aus Angst, nicht wieder so zu werden, wie ich einmal war. Deshalb versuche ich alles dagegen zu tun, um nicht wieder in dieses Loch zu fallen. Dazu gehört für mich Sport, das tägliche rausgehen, meine Arbeit, lernen. etc.
(Frau Hellgrün)


 

Zitate

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Als ich mich dann von meiner Familie teilweise ausgegrenzt gefühlt habe (längere Pause), das war schon schlimm für mich. Ich hatte ständig Gefühlsschwankungen und damit auch Gewichtsschwankungen. Also so war es bei mir zumindest. Dann sah ich halt irgendwann nicht mehr normal aus.“
(Frau Orange)


 

Frau Orange berichtet, dass ihr damaliger Mann nicht mehr mit ihr auf die Straße gehen wollte, da er Sie wegen ihres Aussehens schämte. Zudem gab er ihr den Kosenamen „Proper“. Mein Mann ist irgendwann aus dem Schlafzimmer ausgezogen und hat gesagt, dass ich erst abnehmen soll und solange schläft er auf der Couch. Mindestens 10 kg hat er gesagt. Da hat es mir dann gereicht und ich bin vorerst zu einer Freundin gezogen.
(Frau Orange)